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16. Sep 2022

Heizöl und Erdgas sind bis zu 40% teurer als Pellets mit 11.26 Rp. pro Kilowattstunde. Pellets sind also nicht nur CO2-neutral, sondern auch deutlich wirtschaftlicher. Bild: pelletpreis.ch

Der Preisanstieg von Pellets innerhalb eines Jahres beträgt durchschnittlich über 80%. Bild: pelletpreis.ch

Pelletpreis.ch: Preisanstieg um 11% gegenüber August – Heizöl und Erdgas bis zu 40% teurer als Pellets

Gemäss einer unabhängigen Erhebung von pelletpreis.ch sind die Pelletpreise pro Tonne* im September gegenüber August um 11% auf CHF 616.50 gestiegen. Verglichen mit September 2021, als eine Tonne durchschnittlich CHF 340.60 kostete, betrug der Preisanstieg 81%. Heizöl und Erdgas sind 40% sprich 35% teurer als Pellets.

Die Energiesituation in der Schweiz – aber auch in ganz Europa – ist äusserst angespannt. Der Krieg in der Ukraine zeigt uns unmissverständlich, was es heisst, zu über 70% von fossilen Energien abhängig zu sein. Auch der trockenste Sommer seit Messbeginn führt uns vor Augen, dass unsere Wasserkraft nicht mehr so viel leistet wie gewohnt. Die Gletscher hatten Mitte August bereits über 6 Meter Eis verloren. Im Durchschnitt der letzten Jahre waren es 50 cm. Auch die Landwirtschaft leidet nach wie vor unter den Rekordtemperaturen und fehlenden Niederschlägen.

Bis zu 40% günstiger als Heizöl und Erdgas
Wer auf ein Heizsystem mit erneuerbaren Energien, insbesondere Pellets, gesetzt hat, stellt fest, dass zwar auch hier die Preise in die Höhe schiessen, jedoch weniger als bei Erdgas und Heizöl: Gemäss der vom Bundesamt für Statistik durchgeführten Erhebung kostete die Kilowattstunde Heizöl im August 15.83 Rp. und Erdgas 15.24 Rp. Damit sind Heizöl und Erdgas bis zu 40% teurer als Pellets mit 11.26 Rp. pro Kilowattstunde. Pellets sind also nicht nur CO2-neutral, sondern auch deutlich wirtschaftlicher.

Strompreise an der Börse explodieren
Auch wer auf Strom gesetzt hat und eine Wärmepumpe betreibt, muss ab 2023 oftmals durchschnittlich 30% mehr bezahlen als 2022. Zudem hat die BKW als einer der ersten grossen Energieversorger die Nachttarife abgeschafft. Weitere werden folgen, denn Strom ist aufgrund des steigenden Solarstromanteils nicht mehr nachts im Überfluss vorhanden, sondern mittags. Dies wird auch diejenigen treffen, die ihr Wasser immer noch ohne Wärmepumpenboiler mit Strom erhitzen. Die Preisspitzen sind neuerdings abends zu verzeichnen, wenn die Menschen nach Hause kommen. Wer übrigens am freien Strommarkt einkaufen muss –in der Schweiz sind das alle, die jährlich über 100‘000 Kilowattstunden verbrauchen -, erlebt noch ganz andere Überraschungen: Die Preise haben sich von durchschnittlich 5 Rp. pro Kilowattstunde um den Faktor 10 bis 20 erhöht.

Effizienz wird belohnt
Damit sind wir einmal mehr bei der Energieeffizienz: Egal welches Heizsystem in Ihrem Keller steht, die Preiserhöhungen werden Ihnen umso weniger Bauchschmerzen bereiten, je weniger Energie Sie verbrauchen. Wer jährlich 1 bis 2 Tonnen Pellets einkaufen muss, wird sich sicherlich ärgern. Doch es wird ihn weniger treffen als diejenigen, die für dieselbe zu beheizende Fläche 4 bis 5 Tonnen Pellets benötigen. Energetische Sanierungen werden damit so wirtschaftlich wie nie zuvor in den letzten 40 Jahren!

*Alle Preise: Durchschnittpreis pro Tonne inkl. MWST und Lieferung

Text: Anita Niederhäusern, Herausgeberin pelletpreis.ch und ee-news.ch

2 Kommentare
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Timo Jost @ 23. Sep 2022 12:33

Ich war immer der Meinung, wenn ich Pellets vom Familienbetrieb in der Schweiz kaufe, mache ich alles richtig. Aber eine fast 70% Preissteigerung ist keine Lösung für mich. Die nächste Heizung ist garantiert nicht mehr Pellets. Möglichst hohe Autarkie ist gefragt.

Andreas Müller @ 20. Sep 2022 10:15

Interessant wäre auch der Grund, warum Pellets auch teuerer geworden sind. Gemäss unserem Pelletslieferanten sind dies
- USA, Kanada (Käfer, Pleiten von Sägewerken)
- EU-Importverbot von Pellets aus Russland und Belarus.
Diese Einflüsse stärken die Nachfrage nach einheimischen Pellets.

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